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Schuljahr 1

Eine Besonderheit des hier darzustellenden bildnerischen Übungsweges ist, dass der angeleitete Kunstunterricht im 1. Schuljahr mit der Gestaltung der Farben an sich, mit ihrem Zusammenwirken in Polaritäten, Nachbarschaften und Mischungen beginnt und somit zunächst auf gegenständliche Formen verzichtet. 


Der Malunterricht beginnt also auf der Höhe, auf der die bildende Kunst zu Beginn des 20. Jahrhunderts angekommen ist: Formen und Farben werden nun unmittelbarer Ausdruck. Ihre Richtigkeit misst sich nicht mehr an der Gegenstandswelt.


Damit dies für die Kinder in den ersten Schuljahren nicht formal abstrakt bleibt, brauchen sie Geschichten, in denen die Farben konkret handelnd und leidend miteinander jeweils ihre Erlebnisse, die nun rein seelische sind, zum Ausdruck bringen. So können die Farben den Kindern als Träger von Empfindungen, von Streit und Versöhnung, von Freud und Leid, von Licht und Finsternis vertraut werden. Stets strebt die Geschichte, wie es auch in den Märchen der Fall ist, aus den Polaritäten zur harmonischen Ganzheit. Das heißt im Malerischen: Farben und Formen finden sich stimmig sinnvoll im gegebenen Format zurecht.

Zu diesen und vielen weiteren Bildern sind die detaillierten Aufgabenstellungen dargestellt in Kapitel VI. Die Schuljahre - im Handbuch Thomas Wildgruber, Malen und Zeichnen, 1. bis 8. Schuljahr, Verlag Freies Geistesleben.

Monochromes Mischung Zwei Farben
Farbengespräch Komplementärbegegnung Primär Komplementär
Mischungen Kalt Warm Polarität und Steigerung Das Große Farbenspiel 1
   
Das Große Farbenspiel 2    

 

Schuljahr 2

Je nachdem, wie stark bei den Kindern im 2. Schuljahr sich der Drang zeigt, etwas „Richtiges“ zu malen, kann man mit den Acht- bis Neunjährigen nun in der Themenstellung „realistischer“ werden: Die Farben stellen „etwas“ dar; aus Farbcharakteren einer Geschichte werden anfänglich Figuren.

Diesen behutsamen Übergang zum Figürlichen können wir mit Motiven aus den Fabeln unternehmen. Rot steht hier für den gierigen und listigen Fuchs, Blau für den überlisteten Raben und Ziegenbock. (Bild 1 und 2)

Zwei Legendenmotive zeigen hier erste Übungen mit einer einfachen menschlichen Figur. (Bild 3 und 4)

In Bild 5 ist eine Pflanze – ganz ohne naturalistischen Bezug- nur aus den Mischungen der Primärfarben entstanden.

Eine besondere grafisch-malerische Schulung sind Positiv-Negativ-Übungen (Bild 6) und Zweifarbenbilder.
(Bild 7 und 8)

Zu diesen und vielen weiteren Bildern sind die detaillierten Aufgabenstellungen dargestellt in Kapitel VI. Die Schuljahre - im Handbuch Thomas Wildgruber, Malen und Zeichnen, 1. bis 8. Schuljahr, Verlag Freies Geistesleben.

Fuchs und Rabe Fuchs und Ziegenbock Franziskus und der Wolf
Franziskus' Vogelpredigt Pflanze Mäuse Positiv Negativ
 
Regentag Zweifarbenbild Ballspieler Zweifarbenbild  

 

Schuljahr 3

Ausgewählt sind im Folgenden zunächst Beispiele malerischer Umsetzung von Motiven aus dem Alten Testament, die nicht Realgeschichte, sondern Offenbarungsbilder einer menschheitlichen Entwicklung geben. Solche mythischen Themen eignen sich für kräftige Farbkontraste und -entsprechungen. Immer wieder stellt sich dabei die malerische Aufgabe: Wie harmonisiere ich das Gegensätzliche? (Bild 1 bis 7)

Dafür bekommen die Kinder Schritt für Schritt „Spielregeln“ wie zum Beispiel:
Setze deine Figuren nicht auf den Bildrand!
Kleine Figur vor großer Figur!
Figurenfarben kommen wieder als Umgebungsfarben!

„Formenzeichnen“, lineare und flächige grafische Übungen, zeigen die Bilder 8 bis 10.

Herbstblätter eignen sich für ein differenziertes Farbwahrnehmen und Gestaltungen in Farbübergängen.
(Bild 11 und 12)

Nur mit in der Natur gefundenen Materialien bauen Kinder ohne Anleitung ihr ganz individuelles Lehmhaus.
(Bild 13 bis 15)

Zu den Motiven aus dem Alten Testament sind die detaillierten Aufgabenstellungen dargestellt in Kapitel VI. Die Schuljahre, die Regeln dazu im Kapitel V. Malen mit Spielregeln, das Formenzeichnen im Kapitel III Formenzeichnen, Von der Linie zur Fläche - im Handbuch Thomas Wildgruber, Malen und Zeichnen, 1. bis 8. Schuljahr, Verlag Freies Geistesleben.

Schöpfung Vertreibung Tanz um's goldene Kalb - Freie Zeichnung
Tanz um's goldene Kalb - angeleitetes Aquarell Posaunen von Jericho David und Goliath
Tobias und Sarah Formenzeichnen Formenzeichnen
Formenzeichnen Herbstblattkollagen Herbstblattkollagen
Lehmhaus Lehmhaus Lehmhaus

 

Schuljahr 4

Beim Malen mit Aquarellfarben spielt das Nachformen der figürlichen Außenwelt keine wichtige Rolle. Ich richte in der Aufgabenstellung die Gewichtung auf die Frage, welche Farben uns helfen, ein Thema treffend malerisch auszudrücken. Dafür bieten sich in dieser Altersstufe zum Beispiel Themenstellungen aus der Nordischen Mythologie (Bild 1 bis 4) und der Tierkunde (Bild 6 und 7) besonders gut an.

Neben dem immer neuen Aufspüren und Ausgestalten von Farbkontrasten kann nun auf das malerisch sinn- und wirkungsvolle Kontrastieren von Formen hingearbeitet werden. Die „Spielregeln“ hierzu:
Kleine Figur vor großer Figur!
Helle und dunkle Flächenkontraste von möglichst vielfältig modulierten Flächen.

Zu den Motiven dieses Schuljahres sind die detaillierten Aufgabenstellungen dargestellt in Kapitel VI. Die Schuljahre, die Regeln dazu im Kapitel V. Malen mit Spielregeln - im Handbuch Thomas Wildgruber, Malen und Zeichnen, 1. bis 8. Schuljahr, Verlag Freies Geistesleben.

Götterdämmerung - Freie Zeichnung Götterdämmerung - angeleitetes Aquarell Siegfried und Mime
Wieland der Schmied Tierkunde Pferde Tierkunde Pferde
 
Tierkunde Adler Höhlenmalerei  

 

Schuljahr 5

Innerhalb einer Figur bringt man mit Übergängen von dunkel nach hell, von Farbe zu Farbe, „Spannung“ in die Fläche und mehr Lebendigkeit ins Bild. Dies umso deutlicher, wenn die Umgebung das im Kontrast mitvollzieht.

Die Kinder 5. Schuljahr sind nun auch ohne detaillierte Angaben so weit, immer wieder selbständig gemäß ihrer Phantasie und mit solchen schon eingeübten Regeln einem Thema malerischen Ausdruck zu geben.

Dank der in die Aufgabenstellungen eingeflochtenen Spielregeln vollziehen die Kinder ständig unbewusst den Pendel der Aufmerksamkeit vom Detail zum Ganzen und entwickeln damit ihr Gefühl für das Harmonisieren von Gegensätzen innerhalb eines gegebenen Rahmens.

Ihr Streben, Figuren nun genauer und realistischer darzustellen, wird deutlich sichtbar.

Zu den Motiven dieses Schuljahres sind die detaillierten Aufgabenstellungen dargestellt in Kapitel VI. Die Schuljahre, die Regeln dazu im Kapitel V. Malen mit Spielregeln - im Handbuch Thomas Wildgruber, Malen und Zeichnen, 1. bis 8. Schuljahr, Verlag Freies Geistesleben.

Prometheus Herakles und die Sonnenrinder Herakles und Kerberos
Troja in Flammen Odysseus bei Polyphem Odysseus bei Nausikaa
Orpheus und Eurydike Indische Mythologie Manu Pflanzenkunde Zeichnung
   
Pflanzenkunde Aquarell    

 

Schuljahr 6

Die etwa 12jährigen Schüler stehen an der Schwelle zwischen Kindheit und Jugend.

In den Abschattungen und Auflichtungen zwischen Schwarz und Weiß zu gestalten, kommt ihrem zwischen Extremen heftig schwankenden Seelenleben entgegen. Während wir die Handfertigkeit, nun mit Kohle und Bleistift (Bild 1), kultivieren und zügeln, können malerisch-zeichnerische Stimmungen zwischen ganz hell und ganz dunkel ausgelotet werden. (Bild 3 bis 6)

Dann kann der Blick dahin geführt werden, die Phänomene von Licht und Schatten an beleuchteten Gegenständen genau wahrzunehmen und dies auch in zeichnerischen darzustellen. (Bild 7 und 8)

Ein phänomenologischer Neuzugang zur Farbe lässt sich aus physikalischen Experimenten gewinnen, nun als objektiv erfahrbares Phänomen. Strikt definierende Aufgabenstellungen mit dem Farbenspektrum wirken in vielerlei Hinsicht ordnend. (Bild 2 und 9 bis 11)

Erweitert durch die Beimischungen von Schwarz und Weiß können mit angeleiteten Farbübungen malerisch-graphische Wirkungsmöglichkeiten erfahren werden. (Bild 12 und 13)

Zu den Motiven dieses Schuljahres sind die detaillierten Aufgabenstellungen dargestellt in Kapitel VI. Die Schuljahre, - im Handbuch Thomas Wildgruber, Malen und Zeichnen, 1. bis 8. Schuljahr, Verlag Freies Geistesleben.

Flächenübung Grautonstufen Übung Hell-Dunkel-Kontrast
Übung Hell-Dunkel-Kontrast Übung Hell-Dunkel-Kontrast Übung Hell-Dunkel-Kontrast
Beleuchteter Gegenstand Beleuchteter Gegenstand Farbkreis nach Itten
Farbkreis in Grautonstufen Grautonstufen Farbkontraststudie
   
Farbkontraststudie    

 

Schuljahr 7

Die etwa 13jährigen Siebtklässler können nun Licht- und Schattenerscheinungen schon differenzierter darstellen. Dafür werden Natur- und Gebrauchsgegenstände auf diese Erscheinungen hin genau beobachtet, wird die Zeichentechnik verfeinert und erweitert und ein Gefühl für harmonische Anordnungen in Stillleben geweckt. (Bild 1 bis 4)

Die Linearperspektive schult einen exakten Blick und räumliches Vorstellungsvermögen. Didaktisch sollte der Weg durch die Perspektive so angeboten werden, dass er auf komplizierte geometrisch-mathematische Verfahren verzichtet, um vom Anschaulichen her über das Gedanklich-Kausale immer wieder ins künstlerische Gestalten zu kommen. Hier nur die ersten Schritte. (Bild 5 bis 10)

Nun kann man auch in einfachen Pastellzeichnungen die Wirkungen der qualitativen oder Farbperspektive bewusst machen und üben. (Bild 11 und 12) Sie differenziert das empfindende Wahrnehmen und Gestalten landschaftlicher Farberscheinungen, während die lineare exaktes räumliches Vorstellen und zeichnerisch konstruktives Darstellen fördert.

Zu den Motiven dieses Schuljahres sind die detaillierten Aufgabenstellungen dargestellt in Kapitel VI. Die Schuljahre; über das 7. und 8. Schuljahr hin ist ein Perspektive-Lehrgang angeboten - im Handbuch Thomas Wildgruber, Malen und Zeichnen, 1. bis 8. Schuljahr, Verlag Freies Geistesleben.

Naturgegenstand Stillleben Naturgegenstände
Gegenstände Perspektive Glastafel Perspektive gläsener Würfel
Perspektive freie Übung Perspektive gleicher Abstand Perspektive gleicher Abstand
Perspektive Kreise Farbperspektive (Foto) Farbperspektive (Pastell)

 

Schuljahr 8

Genauigkeit im Wahrnehmen und Vorstellen zu üben, kann weiterhin zu einem klaren Verhältnis zur Umwelt und zum eigenen Denken verhelfen. So bleiben wir im 8. Schuljahr weiter auf dem Weg des perspektivischen Erfassens der räumlichen Umwelt wie auch des zeichnerischen Umsetzens eigener Ideen. Dies geschieht vorerst weiter anhand der Frontalperspektive mit einem Fluchtpunkt, um regelmäßige Raumkörper und Architektonisches zeichnen zu lernen. (Bild 1 bis 3) Auf einer so gesicherten Basis ist es dann nicht so schwer, auch noch die Schrägperspektive mit zwei Fluchtpunkten anzulegen und ins freiere Gestalten weiterzuführen. (Bild 4 bis 9)

Mit Linoldrucken kann man üben, positive und negative Formen in einem Bild anzuwenden. (Bild 10)

Farbkontraststudien kultivieren den Umgang mit Hell-Dunkel- oder Komplementärentsprechungen. (Bild 13 und 14)

Scherenschnittcollagen sind ein ganz besonders effektiver Weg, Formen in Beziehung zum Ganzen des Formates zu gestalten. (Bild 13 und 14)

Mehrere Künste finden beim Theaterspiel zueinander. Die Bilder 15 bis 18 zeigen Szenen aus dem Spiel „Krabat“ (nach dem Roman von Otfried Preußler, von Thomas Wildgruber und Schülern aus der Klasse 8a der Freien Waldorfschule Chiemgau, 2008).

Die vielen verschiedenen Themen dieses Schuljahres sind in detaillierten Aufgabenstellungen dargestellt in Kapitel VI. Die Schuljahre - im Handbuch Thomas Wildgruber, Malen und Zeichnen, 1. bis 8. Schuljahr, Verlag Freies Geistesleben.

Perspektive Zylinder Perspektive Zylinder Perspektive Innenraum
Schrägperspektive Schrägperspektive Schrägperspektive
Schrägperspektive Schrägperspektive Schrägperspektive
Linoldruck Farbkontraststudien Farbkontraststudien
Scherenschnittkollagen Scherenschnittkollagen Bühnenbild Krabat
Bühnenbild Krabat Bühnenbild Krabat Bühnenbild Krabat